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Die EU-Behörde Frontex, gegründet 2004, sollte zunächst die nationalen Grenzbehörden koordinieren und gemeinsame Normen festlegen. Ihr Budget stieg seitdem von € 6,2 Millionen € 239 Millionen jährlich. Sie steuert multinationale Operationen im Mittelmeer sowie das Überwachungsnetz Eurosur. Seit Oktober 2016 heißt sie „Europäische Grenz- und Küstenwache“ und der Etat soll bis 2020 auf € 320 Millionen steigen. Damit soll die Behörde eigene Ausrüstung kaufen. Ihr sollen 3000 nationale Beamte auf Abruf zur Verfügung stehen.

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Das Europäische System zur Grenzüberwachung (EUROSUR) ist ein Hochsicherheits-Netzwerk für den Datenausstauch zwischen den nationalen Grenzschutzbehörden der Schengen-Region einschließlich der Kandidatenländer Bulgarien, Rumnänien und Kroatien. Jedes Land betreibt ein Nationales Koordinierungszentrum, das die Daten an die Zentrale nach Warschau übermittelt, wo sie mit den Informationen aus den gemeinsamen Operationen sowie aus Satelliten- und Drohnenbildern zu einem europäischen Lagebild zusammengefasst werden. Der Aufbau des Netzes soll bis 2020 € 244 Millionen Euro kosten. Unabhängige Fachleute rechnen dagegen mit Kosten von € 800 Millionen Euro.

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eu-LISA ist die EU-Agentur für den Betrieb von informationstechnischen Großsystemen. Sie betreibt die drei zentralen Datenbanksysteme der Schengen-Staaten in ihrem Operationenzentrum in Straßburg: Das Schengen-Informations-System mit Datensätze über etwa eine Million polizeilich gesuchter Personen sowie Angaben gestohlene Objekte wie Autos, Schmuck sowie Feuerwaffen; das Visa-Informations-System (VIS) mit Daten und Fingerabdrücken von rund 25 Millionen Antragstellern für ein Visum und die Datenbank Eurodac mit den Fingerabdrücken von rund fünf Millionen Asylbewerbern. In Kürze sollen mit dem Entry-Exit-System für Reisende aus Nicht-EU-Staaten und einem für die elektronische Anmeldung vor deren Einreise zwei weitere Systeme hinzukommen. Für den Ausbau der Datensammlung stieg der Jahresetat der Behörde seit 2014 von € 49 Millionen auf € 80 Millionen im Jahr.

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Die European Maritime Safety Agency (EMSA) ist eigentlich für die Sicherheit im Seeverkehr und die Abwehr von Umweltgefahren durch Schiffe und Ölförderung zuständig. Ab 2017 soll sie zusätzlich Daten und Videobilder über die Lage im Mittelmeer an Frontex liefern. Dafür wird sie eine Flotte ferngesteuerter Überwachungsflugzeuge in Betrieb nehmen, die von Piloten externer Dienstleister gesteuert werden sollen. Für das Drohnen-gestützte Überwachungsprogramm stellt die EU rund 22 Millionen Euro jährlich zusätzlich bereit.

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Das EU-Satelliten-Zentrum (SatCen) stellt Satellitenbilder und deren Auswertung für gemeinsame polizeilich und militärische Operationen der EU-Staaten im In- und Ausland bereit. Dazu gehört auch Lieferung solcher Bilder und Daten an die Frontex-Behörde in Warschau für mehrere Millionen Euro jährlich.

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Die Europäische Verteidigungsagentur (ESA) koordiniert die Rüstungsprojekte der EU-Staaten. In diesem Zusammenhang sind EDA-Experten auch beteiligt an der Weiterentwicklung von militärischen Drohnen für zivile Zwecke, unter anderem mit einem Forschungsprogramm für den Einsatz von „mobilen Sensoren und Fahrzeugen in unbemannten schwarmbasierten autonomen Systemen“.

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Die EU-Behörde für Fischereikontrolle (EFCA) hat die Aufgabe, die Einhaltung der Quoten und Regeln der EU-Fischereipolitik durchzusetzen. Weil sie dabei viele Daten über Schiffe aller Art erhebt, wurde die Behörde in das Überwachungsregime für die Außengrenzen eingegliedert und soll nur Daten und Beobachtungen aus dem Schiffsverkehr an Frontex übermitteln.

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Das Europäische Institut für Sicherheitsstudien (EUISS) erstellt Analysen zur Sicherheitslage an den Grenzen und in den EU-Nachbarstaaten. Seine Experten arbeiten an der Anwendung militärischer Technologien für zivile Zwecke, insbesondere den Einsatz von Hochleistungsdrohnen bei der Überwachung der Grenzen.

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Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) ist eine Institution von 22 europäischen Staaten außerhalb des EU-Systems für den Betrieb eines gemeinsamen Raunfahrtprogramms. Über das Copernicus-Satelliten-System ist die ESA an der Überwachung der Grenzregionen und Erstellung von aktuellen Karten für gemeinsame Operationen der EU-Staaten beteiligt und liefert Informationen für das Eurosur-System.

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Triton bezeichnet eine gemeinsame, von der Agentur Frontex koordinierte Operation von Grenzbehörden und Polizei der Schengen-Staaten im zentralen Mittelmeer vor Italien. Sie soll Schmuggel, Meeresverschmutzung und illegale Fischerei bekämpfen. Aber die verfügbaren Schiffe werden überwiegend zur Rettung von Flüchtlingen in Seenot eingesetzt. Die Kosten betrugen im Jahr 2015 38 Millionen Euro.

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Triton bezeichnet eine gemeinsame, von der Agentur Frontex koordinierte Operation von Grenzbehörden und Polizei der Schengen-Staaten im zentralen Mittelmeer vor Italien. Sie soll Schmuggel, Meeresverschmutzung und illegale Fischerei bekämpfen. Aber die verfügbaren Schiffe werden überwiegend zur Rettung von Flüchtlingen in Seenot eingesetzt. Die Kosten betrugen im Jahr 2015 38 Millionen Euro.

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Die “Operation Sophia” (ursprünglicher Titel „EUNAVFOR Med“) ist eine gemeinsame Aktion von militärischen Marineeinheiten der EU-Staaten unter Leitung eines italienischen Admirals und Kommandeurs des Flugzeugträgers Garibaldi im zentralen Mittelmeer. Das Ziel der seit 2015 laufenden Operation ist die Verfolgung und Abschreckung der organisierten Schleuser-Kriminalität sowie die Ausbildung einer neuen lybischen Küstenwache. Die deklarierten Kosten betragen 18,5 Millionen Euro, aber dazu kommen die Ausgaben der beteiligten Staaten für ihre Einheiten. So kostet der Einsatz die Bundesmarine € 47 Millionen. Die Kosten für Italien betragen € 69 Millionen.

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Seit Februar 2016 betreibt die NATO die Operation „Aegean“ vor den griechischen Inseln an der Grenze zur Türkei, um mit Kriegsschiffen Menschenschmuggler und Flüchtlinge abzuschrecken.

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Seit November 2016 hat die NATO im Rahmen der Operation “Sea Guardian” weitere Marineverbände im östlichen und zentralen Mittelmeer stationiert, um zur Aufklärung und Bekämpfung von Terrorismus beizutragen und die EU-Operation Sophia logistisch zu unterstützen.

Als Hotspot bezeichnet die EU-Grenzschutzagentur Frontex jene “Abschnitte der EU-Außengrenzen mit außerordentlich hohem Einwanderungsdruck, die den verstärkten und gemeinsamen Einsatz der EU-Behörden zur Unterstützung der betroffenen Mitgliedsstaaten erfordern.“ In der Praxis handelt es sich um Sammellager, die von Polizeikräften aus mehreren Mitgliedsstaaten geführt werden, davon vier in Italien und fünf in Griechenland.

Italy Hotspots

Die Insel Lampedusa ist seit Jahren ein bevorzugter Landepunkt für Flüchtlinge aus Afrika. Seit 1998 gibt es ein amtliches Registrierungszentrum. Die Zahl der ankommenden Migranten stieg zuletzt auf an die 160 000 im Jahr. Menschenrechtsorganisationen berichteten, die Behörden würden Ankömmlingen aus mehreren Nationen pauschal verweigern, überhaupt einen Asylantrag zu stellen.

Als Hotspot bezeichnet die EU-Grenzschutzagentur Frontex jene “Abschnitte der EU-Außengrenzen mit außerordentlich hohem Einwanderungsdruck, die den verstärkten und gemeinsamen Einsatz der EU-Behörden zur Unterstützung der betroffenen Mitgliedsstaaten erfordern.“ In der Praxis handelt es sich um Sammellager, die von Polizeikräften aus mehreren Mitgliedsstaaten geführt werden, davon vier in Italien und fünf in Griechenland.

Italy Hotspots

Das Lager in Pozallo an der Südküste Sizilien ist notorisch überfüllt. Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ warf 2015 den Behörden vor, zu wenig für den Schutz besonders verwundbarer Migranten zu tun.

Als Hotspot bezeichnet die EU-Grenzschutzagentur Frontex jene “Abschnitte der EU-Außengrenzen mit außerordentlich hohem Einwanderungsdruck, die den verstärkten und gemeinsamen Einsatz der EU-Behörden zur Unterstützung der betroffenen Mitgliedsstaaten erfordern.“ In der Praxis handelt es sich um Sammellager, die von Polizeikräften aus mehreren Mitgliedsstaaten geführt werden, davon vier in Italien und fünf in Griechenland.

Italy Hotspots

Das Zentrum Taranto ist das Einzige auf dem italienischen Festland. Medien berichteten von der illegalen Inhaftierung von Asylbewerbern und Migranten.

Als Hotspot bezeichnet die EU-Grenzschutzagentur Frontex jene “Abschnitte der EU-Außengrenzen mit außerordentlich hohem Einwanderungsdruck, die den verstärkten und gemeinsamen Einsatz der EU-Behörden zur Unterstützung der betroffenen Mitgliedsstaaten erfordern.“ In der Praxis handelt es sich um Sammellager, die von Polizeikräften aus mehreren Mitgliedsstaaten geführt werden, davon vier in Italien und fünf in Griechenland.

Italy Hotspots

Das Lager in Trapani hat eine Aufnahmekapazität für 400 Flüchtlinge. Das Lager wird nach unbestätigten Berichten dafür genutzt, Armutsflüchtlinge davon abzuhalten, Asylanträge zu stellen.

Als Hotspot bezeichnet die EU-Grenzschutzagentur Frontex jene “Abschnitte der EU-Außengrenzen mit außerordentlich hohem Einwanderungsdruck, die den verstärkten und gemeinsamen Einsatz der EU-Behörden zur Unterstützung der betroffenen Mitgliedsstaaten erfordern.“ In der Praxis handelt es sich um Sammellager, die von Polizeikräften aus mehreren Mitgliedsstaaten geführt werden, davon vier in Italien und fünf in Griechenland.

Greece Hotspots

Auf der Insel Lesbos ist das größte griechische Sammellager mit Plätzen für 700 Migranten beim Ort Moria und 780 in Kara Tepe. Asylsuchende werden dort lange gefangen gehalten, bis ihr rechtlicher Status geklärt ist.

Als Hotspot bezeichnet die EU-Grenzschutzagentur Frontex jene “Abschnitte der EU-Außengrenzen mit außerordentlich hohem Einwanderungsdruck, die den verstärkten und gemeinsamen Einsatz der EU-Behörden zur Unterstützung der betroffenen Mitgliedsstaaten erfordern.“ In der Praxis handelt es sich um Sammellager, die von Polizeikräften aus mehreren Mitgliedsstaaten geführt werden, davon vier in Italien und fünf in Griechenland.

Greece Hotspots

Das Lager in Trapani hat eine Aufnahmekapazität für 400 Flüchtlinge. Das Lager wird nach unbestätigten Berichten dafür genutzt, Armutsflüchtlinge davon abzuhalten, Asylanträge zu stellen.

Als Hotspot bezeichnet die EU-Grenzschutzagentur Frontex jene “Abschnitte der EU-Außengrenzen mit außerordentlich hohem Einwanderungsdruck, die den verstärkten und gemeinsamen Einsatz der EU-Behörden zur Unterstützung der betroffenen Mitgliedsstaaten erfordern.“ In der Praxis handelt es sich um Sammellager, die von Polizeikräften aus mehreren Mitgliedsstaaten geführt werden, davon vier in Italien und fünf in Griechenland.

Greece Hotspots

Samos ist einer der überfüllten griechischen Hotspots: Das Europäische Parlament berichtete im Mai 2016 von mehr als 1000 Bewohnern bei einer maximalen Kapazität von 850. Freiwillige Helfer berichten, die Behörden würden die Bewohner wie Gefangene behandeln.

Als Hotspot bezeichnet die EU-Grenzschutzagentur Frontex jene “Abschnitte der EU-Außengrenzen mit außerordentlich hohem Einwanderungsdruck, die den verstärkten und gemeinsamen Einsatz der EU-Behörden zur Unterstützung der betroffenen Mitgliedsstaaten erfordern.“ In der Praxis handelt es sich um Sammellager, die von Polizeikräften aus mehreren Mitgliedsstaaten geführt werden, davon vier in Italien und fünf in Griechenland.

Greece Hotspots

Das Lager in Leros machte international Schlagzeilen, als die dort festgehaltenen Flüchtlinge gegen ihre schlechten Lebensbedingungen protestierten und zu Hunderten zu einem benachbarten Dorf zogen.

Als Hotspot bezeichnet die EU-Grenzschutzagentur Frontex jene “Abschnitte der EU-Außengrenzen mit außerordentlich hohem Einwanderungsdruck, die den verstärkten und gemeinsamen Einsatz der EU-Behörden zur Unterstützung der betroffenen Mitgliedsstaaten erfordern.“ In der Praxis handelt es sich um Sammellager, die von Polizeikräften aus mehreren Mitgliedsstaaten geführt werden, davon vier in Italien und fünf in Griechenland.

Greece Hotspots

Als auch in Kos im Februar 2016 ein Lager eingerichtet wurde, erhoben die Anwohner wütenden Protest. Wie in den anderen Lagern kritisierten freiwillige Helfer die fehlende Gesundheitsversorgung und den Mangel an genießbaren Lebensmitteln für die Flüchtlinge.